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Sonntag, 16. Juni 2013

Kaffeeklatsch (3)

Heute kriegt ihr von mir mal wieder einen gebündelten Kaffeeklatsch Post, denn es gibt wieder so viele schöne Cafés, von denen ich euch doch noch erzählen wollte! Manchmal frage ich mich wirklich, wie diese Stadt das schafft, einfach so viele hübsche Kaffeebrüher auf einmal zu beherbergen... und gefühlt werden es auch immer mehr! Aber hier erst mal drei meiner liebsten der letzten Zeit. Viel Spaß damit ;) Aber alle anderen Einzelposts über hübsche Cafés hier in Berlin findet ihr natürlich wie immer auch unter dem Label "Café".

Richtig schnuckelig und einladend ist Katies Blue Cat am Rande des Maybachufers. Ein bisschen englisch-amerikanische Köstlichkeit in "Kreuzkölln" - gebacken wird mit regionalen Produkten und Eiern von quietschfidelen Hühnern, nach alten Familienrezepten und zum dahin schmelzen: Lemon Meringue oder Mississippi Mud Pies, Grandma Iny`s Prunecake, oder eben diese riesigen, fetten, saftigen Cookies, die ich liebend gerne töte. Dazu alles noch richtig nett verpackt mit wunderschöner Auslage, gemütlichen Holzmöbeln und ner riesigen Palette Twinings Tea.

Katies Blue Cat / Friedelstraße 31 / M8 Schönleinstraße
Das Macondo Lesecafé am Boxhagener Platz mag ich schon wirklich extrem gern. Vielleicht liegt das ein wenig daran, dass es mich ein wenig an ein altes Kölner Café erinnert, Schorschs Teestube, in der ich noch zu Schulzeiten lange gearbeitet habe,  und das es heute leider nicht mehr gibt. Beziehungsweise, das Macondo ist ein wenig so, als hätte jemand Schorschs Teestube genommen, und sich liebevoll darum gekümmert. Ein kleiner gemütlicher Platz voller alter bequem gekuschelter Sessel und Sofas, schwerer hübscher Teppiche, ein wenig naive Kunst an der Wand neben großen ausladenenden Lampenschirmen, dicke Tropfkerzen und alles in allem ein Ort, an dem man einfach abschalten kann, sein Buch auspacken und stundenlang schmökern möchte und darf.

Macondo / Gärtnerstraße 14 / U5 Samariterstraße
Ein Café, das sich bei mir ganz heimlich zu vielleicht meinem meist-frequentiertem gemausert hat, ist das Milch und Zucker, eine Café-Lunch-und Sandwichbar in Friedrichshain. Und das liegt tatsächlich diesmal nicht an den wunderhübschen Backsteinwänden, oder den gemütlichen Sitzecken, sondern fast am meisten daran, wie nett hier die Mitarbeiter einfach sind. Denn, let's face it: In Berlin sind ganz schön viele Kellner irgendwie kackunfreundlich. Ein Laden kann auch noch so schön sein, mit unfreundlicher Bedienung fühl ich mich nicht wohl. (Und ich spreche hier als jemand, der jahrelang gekellnert hat. Aber vielleicht kapiere ich mal wieder als Rheinländerin die Berliner Schnauze nicht. . .) Und andersherum, ein Café, in dem die Mitarbeiter so nett sind wie hier, das wird dann liebend gerne zum größten Favorit. Und klar, die schöne Einrichtung, der unglaublich leckere Erdbeer Crunchy, die dekadent belegten Bagels, die hübschen Tartlettes und die frisch gepressten Säfte sind natürlich auch ein großes Plus ;)

 Milch & Zucker / Warschauer Straße 70 /M10 Grünbergerstraße/Warschauer Straße


So, das war's erstmal, aber der nächste Kaffeeklatsch kommt bestimmt ganz bald, ich hab da immernoch ne Menge auf meiner To-Do-Liste. . .

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Sonntag, 4. November 2012

Guter Stoff (3)

Gestern hab ich endlich den Stoffmarkt am Maybachufer mit einer Freundin erkundet! Neuköllner Stoff am Maybachufer nennt er sich und findet jeden Samstag zwischen Kottbusser Damm und Schinkestraße statt. Zugegebenermaßen war der "Stoffteil" dieses Stoffmarktes weitaus kleiner, als ich vermutet hatte, das lag aber vielleicht auch einfach an dem Nieselregenwetter und der kalten Jahreszeit.Trotzdem war die Auswahl massig, und obwohl mein Einkaufszettel sehr extravagant bestückt war, mit so wilden Wünschen wie gelbes Leder, schöne schwarze Spitze, grauem Flies und mittelbreite Spitzenborten, habe ich alles gefunden, was ich brauchte, zu Preisen, die wirklich unglaublich günstig sind. So habe ich hier weiß-grauen Wendeflies für nur 4 Euro den Meter, Leder für nur 5 Euro den Meter und wunderschöne Motivstoffe für 3 Euro den Meter bekommen. Die Kurzwaren sind sogar noch preiswerter, von Metallreißverschlüssen für cent-Beträge und Maschinennadeln für 2 Euro.

Und ich habe wieder eins bestätigt bekommen: Der beste Zeitpunkt für einen entspannten Marktbesuch ist, wie komisch es auch klingt, bei Kälte, Wind und Wetter. Dann gibt es kein Gedränge, man hat den Markt fast für sich und die Händler sind freundlich, ungestresst und die Preise sitzen lockerer. Ich hab sogar ein Schokobon geschenkt bekommen! :)




Nur die Hälfte des Marktes waren tatsächlich Stoffstände, aber dafür gab es unglaublich viele Stände an denen Handgemachtes, Individuelles und Kreatives angeboten wurde. So etwa Haarclips aus Pfauenfedern, Multitaskler-Stoffstücke die zugleich Bolero, Tasche, Turban, Gürtel oder Top sein können, die wunderbaren Lampen mit Berlin Motiven, die ich schon so oft auf Märkten gesehen habe, Dokumentmappen aus edlem Filz, Ringe aus Legofiguren, Spüliflaschen gewandet in kleinen süßen Schürzchen neben Festival-Tetrapack Taschen.







Ganz besonders begeistert war ich aber von dem Schmuck von Natassa's Teapot. Sie macht kleine Retro-Fernseher-förmige Broschen mit klassischen Filmklassiker Bildern auf dem Bildschirm, sowie wunderbar traumhaft entzückenden Alice im Wunderland Schmuck.



Der Markt war auf jeden Fall wunderschön und wir sind mit ganz viel Inspiration und noch mehr Roh-Material nach Hause gegangen :) Jetzt fehlt mir vor allen Dingen nur noch Moosgummi und Spielfigürchen, und ich kann alle geplanten Projekte bis zum 1. Dezember und sogar die für Weihnachten fertigstellen. (Adventskalender, oh was macht ihr Spaß!)

Und nun eine kleine Frage an alle, die es beantworten können: Warum sind so viele Leute immer so kratzbürstig, wenn fotografiert wird? Mindestens einmal am Tag werde ich barsch angefahren. "Mach deine Fotos woanders" heißt es dann. Ich gebe mir sehr viel Mühe immer vorher ganz lieb zu fragen, die meisten reagieren auch super nett, geben mir ihre Karten und freuen sich, dass ich mich freue, aber immer mal wieder kriege ich wirklich fragwürdige Reaktionen. Was ist denn daran so schlimm, ich mach doch quasi kostenfreie Werbung von öffentlichen Orten und Plätzen? Und selbst wenn ich es nicht posten würde, was ist so böse daran, Erinnerungsstücke zu sammeln? Und wenn wer mal wirklich echt dagegen ist, warum kann man das "Nein"  nicht nett formulieren? Ich versteh es einfach nicht . . .

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