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Sonntag, 19. Mai 2013

DIY Shopping Guide Berlin (8): Analogue Photo Love

Das hier ist tatsächlich schon mein 200. Post! Ich bin ganz furchtbar voll mit Stolz! Ich hätte nicht gedacht, dass ich es schaffe, in so kurzer Zeit schon soviel hier zu schreiben, und jeder einzelne Post bisher hat mir so viel Spaß gemacht, und mittlerweile gibt es ja auch schon so viele von euch, die meine Posts regelmäßig lesen! Ich danke euch dafür mit ganz ganz großem Kuschelherz.
Für den 200. Post soll es dann aber doch was wirklich GANZ besonderes sein, etwas, was mir sehr am Herzchen liegt. Also erstmal meine Lieblingskategorie, der DIY Shopping Guide, und dann etwas, was ihn noch viel besonderer macht. Also: Meine Analoge Foto Liebe muss dafür herhalten, und wie man sie sich hier in Berlin in den Alltag mit einbeziehen kann. Über die Lomos und den Lomography Gallery Store habe ich euch ja bereits berichtet, und jetzt folgen zwei weitere Prachtstücke der Berliner Analog Foto-Welt.

Ihr kennt sie doch bestimmt, die schönen bunten Photoautomat Boxen, die vornehmlich in Mitte, Kreuzberg, Friedrichshain und Prenzlauer Berg zu Hause sind. Sie schießen schöne alte schwarz weiße Retro Fotostreifen, 4 Stück übereinander, (einer von ihnen, in Friedrichshain, sogar in Farbe), noch so richtig mit Fotochemikalien und Entwicklungszeit, wie manche von uns sie noch von früher kennen, und sie den ganz jungen wenigstens aus schönen Filmen bekannt sind. Ole Kretschmann und Asger Doenst heißen die beiden, die man erreicht wenn man die Störungshotline anruft, und die 2004 damit anfingen, die Dinger überall in Ostberlin aufzustellen. Wartung, Pflege, Restauration der alten Automaten aus den 60ern, die Suche nach Lagern mit altem Fotopapier, alles machen sie selbst. Und neben den Berliner Exemplaren exportieren sie ihre Geräte nun auch nach weit weit weg: Jeweils ein Exemplar in Florenz, Wien, London, Köln, Leipzig und Hamburg. Aus dem Berliner Stadtbild sind sie jedenfalls nicht mehr wegzudenken. Selbst in Judith Drews Berlin Wimmelbuch sind sie schon verewigt, ein Buch über die Geschichte der Automaten ist auch schon geplant, und ich selbst besitze schon 38 der hübschen Streifen und werde auch nicht aufhören, mich mit jedem Besuch und zu jedem schönen Anlass mit dem Freund in die kleinen Kabinen rein zu drängen. Eben für Nachtschwärmer, Tagträumer, Geburtstagskinder, Philosophen, Oma, Opa, Freunde, Verliebte, Reisende, Sternegucker, Arbeitslose, Schauspieler ....
Und mal ehrlich, in schwarz weiß sieht man doch immer ein bisschen hübscher aus ;)

Derzeitige Berliner Standorte:
Prenzlauer Allee 44 / M2 Marienburgerstraße -- Schönhauser Allee 36 (im Hof der Kulturbrauerei) / U2 Senefelder Platz -- Schönhauser Allee 63 / S+U Schönhauser Allee -- Schönhauser Allee 9 / U2 Senefelder Platz -- Alte Schönhauser Straße 60 / U2 Rosa Luxemburgplatz -- Veteranenstraße 21 / U8 Rosenthaler Platz -- Brunnenstraße 188-190 / U8 Rosenthaler Platz -- Oranienburger Sraße 35/36 (in der C/O) / S+U Oranienburger Straße -- Petersburgerstraße 81 / M10 Bersarinplatz -- Warschauer Straße 47 (der Farbautomat) / S+U Warschauer Straße -- Warschauer Straße Ecke Revaler Straße / S+U Warschauer Straße -- Schlesische Straße Ecke Falckensteinstraße / U1 Schlesisches Tor -- Eisenbahnstraße 42/43 (in der Markthalle IX) / U1 Görlitzer Bahnhof -- Kottbusser Tor (neben Kaiser's) / U Kottbusser Tor -- Moritzplatz (vorm Modulorhaus) / U8 Moritzplatz -- Michaelkirchstraße 23 / U8 Heinrich-Heine-Straße -- Weserstraße 7 / U Hermannplatz -- Zossener Straße 29 / U7 Gneisenaustraße




Ein weiteres heimeliges Zuhause für die analoge Fotokunst ist der schicke Sofortbild Shop Berlin in Mitte. Der wunderbare Laden ist ein wahres Polaroid Paradies! Hier werden alte Polaroid Kameras restauriert und feilgeboten, die neuen Impossible Filme für alte Polaroid Kameras von schwarz weiß bis chrome sowie Merchandise, Postkarten und Polaroid Bildbände angeboten. Auch die Fuji Instax gibts im Sortiment, und ab 2€ kann man sich die Kameras auch mieten, wer keine mehr zu Hause hat. Lust auf einen kleinen analogen Fotospaziergang? Einfach vorbei schauen und dich kompetent und freundlich beraten lassen, Kamera einpacken, Knopf drücken und übers rausgeschossene Foto freuen. Es macht süchtig.
Also: Los, die alte Polaroid vom Speicher holen, entstauben und zum neuen Leben erwecken. Meine alten Schätzchen sind jetzt auch endlich ALLE wieder Startklar, beladen mit so schönen neuen Filmen.

 Sofortbild Shop Berlin / Brunnenstraße 195 / U8 Rosenthaler Platz




Meine alte Polaroid 635 hats auf jeden Fall auch noch drauf, beladen mit den neuen Filmen von Impossible. In diesem Fall: Der Impossible Instant Film PX 680. Es macht so viel Spaaaaaaaß!!!
Vielleicht hab ich ja den einen oder anderen von euch dazu animieren können, auch wieder ein wenig analog zu fotografieren oder fotografieren zu lassen. Ich würd mich darüber sehr sehr freuen. Immerhin sind die Dinger ja was ganz wunderbares, und ich hoffe, sie werden noch lange gemacht und gepflegt. Und wenn ihr selber ein paar Fotoschätze habt: ich würde mich suuuuuper doll über Links zu euren schönen analogen Fotos in den Kommentaren freuen!!

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Mittwoch, 15. Mai 2013

sdrasstwujti towarischtsch

Ich hab mich mit einer sehr netten Russin angefreundet. Und sie hat so schöne Zierfenster mitten im Raum. Und so hübsche bunte Glasflaschen und Vasen im Fenster, durch die das Licht so wunderschön spielt.
Die Rede ist von der Datscha in Friedrichshain. Eine "Datscha" ist ein russisches Ferienhaus, und beschreibt einen Lebensstil, das sowjetische Recht auf Erholung, das Wochenende im Grünen. Und das trifft auch auf die Atmosphäre der Datscha ziemlich gut, ein wenig ungehetzt, entspannt und bodenständig, und das, obwohl sie eigentich immer proppe voll ist. Zu Essen gibt es traditionell Russisches, versteht sich. Auf der Karte finden sich also Blinis (russische Pfannkuchen), Borschtsch (großer vegetarischer Eintopf), Wareniki und Pelmeni (Russische Teitaschen - GÖTTLICH!), ein "Russenburger", Beef Stroganoff und natürlich eine riesige Auswahl an Wodka, die auf Wunsch zu allem, besonders zum Frühstück gereicht wird. Am Wochenende gibt es ein ausgiebiges Brunch und die liebe Datscha hat mir außerdem einen neuen Lieblingscocktail beschert: Der Russian Monster, mit Wodka, Grenadine, frischem Limettensaft und Maracuja. Lecker, lecker, lecker. Hingehen, hingehen, hingehen.

Datscha / Gabriel-Max-Straße 1 / M13 Simplonstraße




Donnerstag, 4. April 2013

Lichtermeer und Kraniche

Ich gehe verdammt gerne asiatisch essen. Chinaimbisse gibt es ja an jeder Ecke, aber Berlin hat auch richtige Juwelen zu bieten. Eins davon ist das Si An

Das Si An in Prenzlauer Berg ist eins der Besten und das authentischste vietnamesische Restaurant, das ich in Berlin kenne. Märchenhaft eingerichtet mit frischen Blumen in jedem Winkel und leuchtenden Lampion Laternen innen und außen, schweren asiatischen Holzmöbeln und Kellnern, die die traditionellen Hemden und Schuhe tragen, wirkt das Si An direkt auf den ersten Blick schon sehr traumhaft. Die Karte beschränkt sich auf eine kleine, gut zusammengestellte Auswahl traditionell vietnamesischer Garküche. Die Rezepte stammen aus alten Klöstern, und der Schwerpunkt liegt auf vegetarischen Gerichten. Den Köchen kann man bei der Zubereitung auch direkt über die Schulter schauen, da die Speisen an der offenen Theke zubereitet werden. Hier gibt es u.A. Pho und Wan Tan Suppen, gereicht mit Limette, Soja Sprossen und Peperoni Schoten separat, sodass man sie genau so bekommt, wie man sie mag. Die Teeauswahl, vor allen aber der Tee aus kleinen Rosenknospen, ist grandios, und der Milchshake aus Erdbeer, Limette und Kokosmilch war mein absoluter Favorit. Besonders abends wirkt das Lokal wie in einer anderen Welt, wenn das Lichtermeer aus Laternen und Kerzen richtig strahlt.

Si An / Rykestraße 36 / M10 Husemannstraße




Montag, 4. Februar 2013

Schneeweiß

Das Schneeweiß in Friedrichshain ist noch so ein edles, schickes Restaurant für ganz besondere Gelegenheiten. Hier stehen so außergewöhnliche Sachen auf der Karte, wie Ochsenbäckchen mit violetten Kartoffeln, Lachstatar mit  Avocado & weißem Pfeffermousse, Nougat-Mascarpone-Parfait mit Pomelofilets, Grünem Tee Crumble und hausgemachter Karamellsauce, schick serviert auf schwarzen Schieferfliesen. Die Abendkarte wechselt ständig, und die Preise sind zwar stolz, dafür das Essen aber wirklich göttlich.
Am Wochenende wird ein zwar teures aber dafür sehr gutes Brunchbuffet aufgetischt, das alpine Frühshoppenbüffet von 10 bis 16 Uhr, das von selbstgemachtem Frischkäse und frisch gebackenem Brot zu Braten und Creme Brülee und Salaten hübsch verpackt in Weckgläsern reicht. Originell sieht das ganze auch noch aus, denn das Restaurant ist von den Lederbänken bis zur Blumenauswahl komplett weiß eingerichtet und hinten wartet ein kleiner Kamin mit Kuschelatmosphäre auf.





Schneeweiß / Simplonstraße 16 / S Warschauer Straße

Sonntag, 3. Februar 2013

Mädchenitaliener

Der Mädchenitaliener in Mitte ist schon ne ganz schön coole Sau. Da waren wir dieses Wochenende vornehm dinieren und ich fands da ganz schön toll. Auf der Karte stehen so köstliche Dinge wie frische Feigen mit Büffelmozarella, Parmaschinken und Zitronen-Honig-Dressing (himmlich!) und Feigen-Tagliatelle mit Fenchelsalami, Mohn und Rosmarin. Den Sekt gabs gespickt mit Himbeerpüree und die Atmosphäre ist schön locker und wunderbar gemütlich. Im hinteren Raum sind große wuschelige Lampions am Werk und im Vorderraum hängt ein überdimensionales Hochzeitsfoto der Besitzer. Dann noch kleine Schleich-Tierchen im Schaukasten und ich find alles ganz doll symphatisch :)










Der Mädchenitaliener / Alte Schönhauser Straße 12 / U2 Rosa-Luxemburg-Platz

Freitag, 7. Dezember 2012

Kuschelkinos (2)

So, es wird wieder ein bisschen Zeit ein paar Berliner Kinos unter die Lupe zu nehmen. Laut Berlinien gibt es hier ja nunmal 98 Kinos, somit ist Berlin auch die Kino Hauptstadt. Das älteste davon ist das moviemento in Kreuzberg. Nicht nur das älteste von Berlin, sondern direkt von ganz Deutschland. Dort war ich aber noch nicht, deshalb muss ich euch vorerst mit diesen kleinen Kinoberichten zufrieden stellen! (Aber ich werd's nachholen, versprochen!)

Eins meiner liebsten Programmkinos, das ich letztes Jahr schon bevor ich hierher gezogen bin Luups sei Dank kennenlernen durfte, ist das Central Kino am Hackeschen Markt in Mitte. Es ist versteckt hinter Berlins Street Art Aushängefläche Nr 1 und behält sich diesen Charme auch bei. Das Programm ist meist OmU, was ich sehr löblich und super finde, denn ich gucke Filme halt lieber im englischen Original, die Wände sind zugepflastert mit Filmpostern, Filmrezensionen und Zeitungsausschnitten des aktuellen Filmprogramms, die Sessel sind schön kuschelig und aus rotem Samt und die Filmauswahl ist grandios. Lauter wunderschöne Filme, nur die Besten. Juhuu <3.




Das Filmtheater am Friedrichshain in der Nähe vom Märchenbrunnen finde ich ebenfalls sehr toll. Hier laufen die meisten Titel sowohl im Original als auch in der deutschen Fassung parallel, tagsüber gibt es ein schönes Kinderfilmprogramm und immer mal wieder große Aktionen, wie zuletzt das Berliner Kinder Kurzfilm Festival. Teil der Yorck Kino Kette gibts hier jeden 10. Film umsonst für Viel-Kino-Gänger mit der Yorck Karte, und für ein Programmkino sind die Kinosäle auch verdammt groß. Was ich aber am charmantesten finde hier, ist die Tatsache, dass die Lobby vollgespickt mit Oldschool-Style gemalten Filmplakaten ist. Von Broken Flowers zu den Sch'tis find ich das verdammt herzig und wunderschön.



Mein Aus-der-Reihe Tänzer: Ich mag eigentlich keine Multiplex Kinos. Je größer so ein Kino desto abschreckender. Die Dinger sind teuer und unpersönlich und ungemütlich. Trotzdem muss ich zu meiner großen Schande zugeben: Ich mag das CineStar Original im Sony Center am Potsdamer Platz. Ja, natürlich weil hier alle Filme auf englisch laufen, weil das Sony Center an sich schon ne ziemlich coole Konstruktion ist und immerhin ein Filmhaus & Film Museum mit integriert sind, und weil auf dem Roten Teppich im Inneren das Transkript von Taxi Driver aufgedruckt ist. My guilty pleasure. Teuer ist es trotzdem. Sowas von.


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Mittwoch, 24. Oktober 2012

Kuschelkino (1)

Ich vertsteh mich ja als kleiner Cineast, somit liebe ich kleine Programmkinos. Umso sträflicher, dass ich bisher noch so wenige Berliner Exemplare davon besucht habe.

Ein neues ist aber gestern dazu gekommen, und was für eins!

Das Downstairs im Filmcafé am Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg ist oben süßes Café mit Filmpostern auf Leinwand gezogen an den Wänden, 70er Jahre Retro Tapete in den Schränken, knallbunte Plastikschalenstühle neben Blümchenprint Lampenschirmen., und unten, Downstairs, ist ein klitzekleiner, schnuckeliger, gemütlicher Kinosaal versteckt, mit lustigen Printsesseln und einer ganz ausgewählter Auswahl an Filmen. Normalerweise laufen hier nicht mehr als 2 Filme die Woche, und immer nur ganz Besondere. Uns hat es gestern in "Cabin in the Woods" gezogen, ein richtig schön trashiger Horrostreifen aus dem Hause Whedon.




Sonntags gibt es im Filmcafé das Movie-Frühstück. Brunchbuffet und Kinofilm dazu!! Ich freu mich schon total darauf.

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Mittwoch, 10. Oktober 2012

Inglorious Cocktails

Einer der wirklich coolsten Schuppen, in denen ich hier in Berlin oder anderswo jemals war, ist Tarantino's Bar. Von unten bis oben meinem verehrtem Kult-Regisseur gewidmet, ist es zugepflastert mit Filmpostern, Set-Fotos, Zitaten und sogar Fußabdrücken von Daryl Hannah bis Diane Kruger. Quentin Tarantino hat wohl vor ein paar Jahren auch schon selbst Fuß in seine Bar gesetzt und dem Ganzen somit auch das Krönchen aufgesetzt.
Besonders die Basterd Specials sind besonders großartig: Cocktails wie der Bärenjude mit gefrorenen Brombeeren oder der Shosanna Cocktail ganz in ginger.Während der Happy Hour kosten die auch nur nen Fünfer.