Mittwoch, 14. November 2012

Abgestempelt

Moosgummi ist was wunderbar praktisches. Das kann man nämlich im Handumdrehen wunderbar zu Stempeln zaubern.



 Einfach Motiv aufmalen, egal wie krakelig es wird, denn ausprobieren ist erwünscht, und dann die Konturen negativ ausschneiden mit einem spitzen Cuttermesser. Dann muss das ganze nur aus seinem Moosgummibett befreit und mit Sekundenkleber auf eine Unterlage geklebt werden (Bei Schriftzügen natürlich darauf achten, das Motiv Spiegelverkehrt drauf zu kleben - Seid bloß nicht so dämlich wie ich!) Als Unterlage könnt ihr natürlich alles Mögliche benutzen, von alten Garnspulen (die sich wirklich sehr gut eignen) zu Holzbauklötzen. Ich benutze meistens einfach was ich gerade da habe. In diesem Fall: Stinknormale dicke Pappe. Geht auch super.


Und voilà! Fertig ist mein neuer Lieblingsstempel. Der wird jetzt für alle Labels von Marmeladegläsern und Briefabsendern zu Geschenkanhängern benutzt. Ich freu mich schon darauf.

Im Dawanda Lovemag (Das sowieso einen riesigen Fundus an Inspiration mit sich bringt) hatte ein sehr kreativer Kopf auf kleine Holzstumpen Weihnachtsmotiv Stempel gebastelt. Ich fand die Idee ganz süß und wollte solche auch, allerdings fand ich ebenfalls die Idee immer total herzig, Stempel unter Spielfigürchen zu kleben, also mussten kurzerhand beide Ideen kombiniert werden:


Ich find sie sind total knuffig geworden, und werden somit jetzt auch direkt in mehrfacher Ausführung in den 100% handmade Adventskalender überführt, den meine beste Freundin dieses Jahr von mir bekommen wird. (Die auch ab dem heutigen Tag absolutes Blogverbot bis Weihnachten hat, denn ich halte es nicht mehr aus den Inhalt hier zu verschweigen. Immerhin hab ich schon soviel dafür genäht und gebastelt und gezaubert!)

In the land of Burger

Ich hatte vor einer Weile ja schon über das BurgerAmt geschrieben, wird also wirklich Zeit, auch mal ein paar weitere Burger Schuppen unter die Lupe zu nehmen!

Gestern Abend hat es uns zum ersten Mal in die Türen des Frittiersalons am Boxhagener Platz in Friedrichshain geweht. Was wirklich eine Schande ist, dass ich dort noch niemals war, wenn man bedenkt, dass ich gefühlte drei Türen weiter viel Zeit meines Lebens verbringe. Hier gibt es so nette Sachen wie das "Krasse Gerät" (doppelt Fleisch und doppelt Käse) und einen Rumpsteak Burger. Montags werden Snickers in die Frittöse geworfen und mit Erdbeersauce serviert. Das Herzstück des Frittiersalons sind aber natürlich die hausgemachten Biofritten, die man dann auch in genialer Käsesauce kriegen kann. Es gibt Wochenspecials (wie den Halloween Burger mit Hokkaido Kürbis Relish und Ziegenfrischkäse oder die Pink Apple Frittonade, hausgemachte Limonade aus Äpfeln, Orangen, Cranberries, Ingwer und Zimt) und Deine Fritten grüßen auch sehr sympathisch persönlich von der hübschen Karte.

Kreuzburger findet man in Berlin etwas öfter. Seit 1999 gibts ihn in der Oranienstraße und von dort aus hat er sich vermehrt, am meisten besuche ich aber die Läden in Friedrichshain am Boxhagener Platz und in Prenzlauer Berg nahe der Eberswalder Str. Besonders hübsch sind hier die Burgernamen: der Oranienburger mit Spiegelei (mein Favorit), der Kreuzburger mit Speck, der Friedrichshainer mit panierten Mozzarellasticks, der Prenzlburger, Kiezburger, Charlottenburger. In letzter Zeit ist das Fleisch allerdings ein wenig überwürzt, deshalb hat er ein bisschen von seinem persönlichen Krönchen für mich verloren, die Curly Fries (Crazy Frites) sind aber immernoch nachwievor göttlich.
  

Wirklich gut und vor allen Dingen günstig fand ich außerdem auch Burgers am Ostkreuz und die kleine Hamburger Heaven Bude in Kreuzberg. Mir fehlt allerdings auch noch der Burgermeister, da war ich noch nicht . . .

Aber als letztes kommt der Beste: Der Marienburger auf der Marienburgerstraße in Prenzlauer Berg. Der Marienburger selbst hat den Freund verdorben, seit ihm ist kein Burger mehr sicher vor Vergleich, kein anderer mehr besser. Wären jetzt noch so schöne Sachen wie Rucula und Parmesan wie bei der Tante Titziana, oder Spiegelei wie beim Oranienburger, oder gar Guacamole drauf, müsste man niemals mehr andere Burgerläden besuchen. Der Laden ist ganz winzig klein und schnuckelig aufgemacht mit Kuhpolster Barhockern, die Burger sind schnell zubereitet und immer gleichbleibend grandios und dann auch noch verdammt günstig. Mehr Lob geht ja kaum, deshalb belasse ich es auch nun dabei! Selber ausprobieren! ;)

Dienstag, 13. November 2012

Heute in der Schmuckwerkstatt

 
Meine neuen Knopf Haarspangen. Hatte ich schon sooo so lange vor, und ständig nicht gemacht. Eigentlich wollte ich noch ganz kleine Perlchen dran hängen, in die Spangenkuhle heran wie ein kleiner Anhänger. Was meint ihr?

Die Schmuckwerkstatt wird auf jeden Fall fleißig betrieben. Ich hab auch neue Fimo Farben.


Happyface

Meine Lieblingsband ist Rodrigo y Gabriela. Vor vielen vielen vielen Jahren habe ich sie in Irland das erste Mal gesehen und seitdem bin ich ihnen quer durch die Welt hinterher gereist, von Amsterdam bis New York. Und nu haben sie es doch endlich mal nach Köln geschafft. Und dann haben sie ausgerechnet direkt in der Kirche meiner Kindheit gespielt, wo ich getauft und konfirmiert wurde! Die nennt sich mittlerweile "Kulturkirche" und bietet unter der Woche einen Veranstaltungsort für Lesungen und Konzerte mit genialer Akkustik. Leider ironischerweise nur Monate, nachdem ich dort ja nun nicht mehr wohne! Also musste ich, ganz klar, für ganze 18 Stunden zurück nach Köln. Wer denen nach New York hinterher reist . . .

Es war toll. Toll toll tollst. Sie hatten den Pianisten und Komponisten dabei, der für ihre Area 54 Reihe alle ihre Stücke für ein Kubanisches Orchester ein wenig jazzig arrangiert hatte und Gabriela war so furchtbar süüüüß wie sie da auf der Bühne rumgesprungen und Gitarre spielend im Kreis rumgehüpft ist und sich so niedlich gefreut hat, als Metalgöre ausgerechnet in einer Kirche zu spielen. . . Zwei Akkustik Gitarren rocken die Kirche, das hat mal was. Ich muss sie bitte heiraten.




This made me very happy <3

Freitag, 9. November 2012

Home Improvement

Laaange lange lange hat's gedauert. Ich habe bestimmt vor einer halben Ewigkeit damit angefangen, meinen Ordner auf meinem Computer zu durchsuchen und Bilder, die ich schön fand und abgespeichert hatte auszudünnen und auszuwählen, denn sie sollten ein würdigeres Leben führen als nur als Datei auf meinem Desktop und an die nackte Schlafzimmerwand kommen. Ich hatte über die Jahre hinweg ein irrsinniges Arsenal an verschiedenen kleinen Rahmen angesammelt, in allen Formenund Farben. Diese wurden nach und nach weiß/türkis lackiert, andere kamen hinzu und aus manchen meiner kleinen Schätze hab ich Collagen gebastelt, mit Bildern, Zeitungsausschnitten, Knöpfen und Strass.



Und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Unsere kleine Geek-Wand <3




Zuckerschock

Oh ich hab so ein süüüüüüßes Café auf der Kastanienallee gefunden !!!!
Napoljonska heißt das gute Stück und die weiße heiße Schokolade wird mit gemahlener Vanille serviert. Oh oh oh wie toll ist das. Auf die belgischen Waffeln (kann man aber auch unbelgisch bestellen) gibt es so Teufelszeug wie selbstgemachte Vanillecreme, eingemachter Feigenkompott, heiße Kirschen, hausgemachte Lemoncurd, karamellisierte Birnen mit Mohn, Orangen-Schoko-Creme, Karamellsauce und Haselnusskrokant und mixen kann man sich das alles wie man lustig ist. Ich bin begeistert, was auch sonst. 

Wir haben hier aber auch oberleckerst gefrühstückt. Pancakes mit Banane und Ahornsirup. Dinkelmüsli mit Beeren und Mandelsplittern Bircher Style, und es gibt große dekadente Käseplatten und eine riesige Auswahl an Crêpes.

Zudem ist das ganze Ding von oben bis unten rosa, selbst die Heizung und Leitungen und die Decke sind rosa angepinselt, in den hohen Regalen, die bis zur (wirklich hohen) Decke reichen, stehen Glasbehälter in denen Süßigkeiten angeboten werden, und auf den Tischen stehen in ganz winzigkleinen Väschen kleine Rosen. Ein Traum in Kitsch.



Sonntag, 4. November 2012

Guter Stoff (3)

Gestern hab ich endlich den Stoffmarkt am Maybachufer mit einer Freundin erkundet! Neuköllner Stoff am Maybachufer nennt er sich und findet jeden Samstag zwischen Kottbusser Damm und Schinkestraße statt. Zugegebenermaßen war der "Stoffteil" dieses Stoffmarktes weitaus kleiner, als ich vermutet hatte, das lag aber vielleicht auch einfach an dem Nieselregenwetter und der kalten Jahreszeit.Trotzdem war die Auswahl massig, und obwohl mein Einkaufszettel sehr extravagant bestückt war, mit so wilden Wünschen wie gelbes Leder, schöne schwarze Spitze, grauem Flies und mittelbreite Spitzenborten, habe ich alles gefunden, was ich brauchte, zu Preisen, die wirklich unglaublich günstig sind. So habe ich hier weiß-grauen Wendeflies für nur 4 Euro den Meter, Leder für nur 5 Euro den Meter und wunderschöne Motivstoffe für 3 Euro den Meter bekommen. Die Kurzwaren sind sogar noch preiswerter, von Metallreißverschlüssen für cent-Beträge und Maschinennadeln für 2 Euro.

Und ich habe wieder eins bestätigt bekommen: Der beste Zeitpunkt für einen entspannten Marktbesuch ist, wie komisch es auch klingt, bei Kälte, Wind und Wetter. Dann gibt es kein Gedränge, man hat den Markt fast für sich und die Händler sind freundlich, ungestresst und die Preise sitzen lockerer. Ich hab sogar ein Schokobon geschenkt bekommen! :)




Nur die Hälfte des Marktes waren tatsächlich Stoffstände, aber dafür gab es unglaublich viele Stände an denen Handgemachtes, Individuelles und Kreatives angeboten wurde. So etwa Haarclips aus Pfauenfedern, Multitaskler-Stoffstücke die zugleich Bolero, Tasche, Turban, Gürtel oder Top sein können, die wunderbaren Lampen mit Berlin Motiven, die ich schon so oft auf Märkten gesehen habe, Dokumentmappen aus edlem Filz, Ringe aus Legofiguren, Spüliflaschen gewandet in kleinen süßen Schürzchen neben Festival-Tetrapack Taschen.







Ganz besonders begeistert war ich aber von dem Schmuck von Natassa's Teapot. Sie macht kleine Retro-Fernseher-förmige Broschen mit klassischen Filmklassiker Bildern auf dem Bildschirm, sowie wunderbar traumhaft entzückenden Alice im Wunderland Schmuck.



Der Markt war auf jeden Fall wunderschön und wir sind mit ganz viel Inspiration und noch mehr Roh-Material nach Hause gegangen :) Jetzt fehlt mir vor allen Dingen nur noch Moosgummi und Spielfigürchen, und ich kann alle geplanten Projekte bis zum 1. Dezember und sogar die für Weihnachten fertigstellen. (Adventskalender, oh was macht ihr Spaß!)

Und nun eine kleine Frage an alle, die es beantworten können: Warum sind so viele Leute immer so kratzbürstig, wenn fotografiert wird? Mindestens einmal am Tag werde ich barsch angefahren. "Mach deine Fotos woanders" heißt es dann. Ich gebe mir sehr viel Mühe immer vorher ganz lieb zu fragen, die meisten reagieren auch super nett, geben mir ihre Karten und freuen sich, dass ich mich freue, aber immer mal wieder kriege ich wirklich fragwürdige Reaktionen. Was ist denn daran so schlimm, ich mach doch quasi kostenfreie Werbung von öffentlichen Orten und Plätzen? Und selbst wenn ich es nicht posten würde, was ist so böse daran, Erinnerungsstücke zu sammeln? Und wenn wer mal wirklich echt dagegen ist, warum kann man das "Nein"  nicht nett formulieren? Ich versteh es einfach nicht . . .

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